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Archiv-Tagesmails

Dienstag, 27. September 2011 – Der gute undd der böse Kommissar

Hello, Freunde Russlands,

vor laufenden Kameras fetzen sich die führenden Politiker, Medwedew feuert den aufmüpfigen Finanzminister. Der Rest des weiten Landes kuscht und resigniert. Oder will auswandern. Frau Merkel fühlt sich getäuscht, sie hatte auf den netten Bubi gesetzt, doch der spielte nur den guten Kommissar. Stillstand und Rückschritt, die Milliardäre schlampampen in Monaco, die Bevölkerung sieht keine Perspektiven. Kein Fall für Zwei: Berliner Zeitung und Süddeutsche Zeitung.

Robert von Heusinger erklärt in schlichten Worten den erbitterten Eurostreit. Hätte Merkel von Anfang keinen Zweifel an der Rettung Griechenlands gelassen, hätte die ganze Aufregung vermieden werden können. Jetzt laviert sie, will einerseits den Euro & EU retten, andererseits aber Hellenen und andere Murkskandidaten zum Sparen zwingen. Doch das Sparen schnürt den Abstiegskandidaten nur endgültig die Luft ab, dringlicher wären interne Grundsatzreformen. Wenn niemand Steuern zahlt, am wenigsten die Betuchten, wird der Blutkreislauf nicht angeregt. Schröpfen und Aderlass waren die Heilmittel des Mittelalters. Das liegt 500 Jahre zurück. In gleichem Sinn Paul Krugmann, Nobelökonom in der NYT.

Avi Primors Stimme im Radio klingt immer herablassender und belehrender. Dabei hat er selten was zu sagen. Stets sucht er die Schuldigen in der weiten Welt. Sein Lieblingsobjekt als Watschenmann ist Mr. O., der Israel am besten mit Flugzeugträgern zu seinem Glück zwingen sollte. Dabei vergisst der Ex-Botschafter nur die Kleinigkeit, dass der Präsident

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Archiv-Tagesmails

Montag, 26. September 2011 – Benedetto-Putin

Hello, Freunde der lupenreinen Demokraten,

hat Gazprom-Schröder eine Sektflasche geöffnet, als sein Freund Putin sich zum legalen Zar auf Lebenszeit erklärte? Seine Privatschatulle ist damit bis zum Ende seiner Tage gesichert. Medwedew, der sympathische Knabe, hat sich als Lustknabe Putins geoutet. Das pädophile Paar hat den russischen Rundtanz mit Verarschung eines desolaten Publikums erfunden. Immer unter Assistenz der orthodoxen Kirche, die den verlotterten Westen ablehnt wie ihr großer Freund und Bruder, der deutsche Papst aus dem Vatikan. Der die jämmerlichen Lutheraner unverblümt in die zweite Reihe abschob.

Fundamentalisten aller Länder bilden eine neue Internationale. Benedetto träumt von der Wiedervereinigung von Ost- und Westeuropa, der West- und Ostkirche, unter der Führung Roms natürlich. Zwei Riesenreiche haben sich zeitgleich immun gegen demokratisches Pöbelwesen gezeigt. Russland wird absinken auf den Status eines failed states mit wachsender Wahrscheinlichkeit, seinen galoppierenden Zerfall mit zunehmender Militarisierung zu kompensieren. Der Vatikan verliert seine letzten gutmeinenden Gläubigen. Gäbe es nicht

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Archiv-Tagesmails

Samstag, 24. September 2011 – Theokratische Verhunzungen der Demokratie

Hello, Freunde der UNO,

Abbas hat es getan. Doch die Chose könnte eine Weile auf Eis gelegt werden. Möglicherweise mit Zustimmung der Antragsteller. Das scheint kein unnormales Verfahren zu sein, es könnte genutzt werden, um Friedensverhandlungen doch noch zuwege zu bringen und die Besatzermacht unter erhöhten Druck zu setzen.

Netahjahu hat seine Verachtung der Völkervereinigung in unverhüllter Dreistigkeit der UN-Vollversammlung ins Gesicht gerotzt. Offensichtlich muss er das jüdische Dogma exekutieren, dass Kinder Israels keine Freunde in der Welt haben – wollen. Viel Feind, viel Auserwähltheit. Die Vereinten Nationen verglich er mit einem „Haus der vielen Lügen“, nannte die Vollversammlung ein „absurdes Theater“ und eine „Halle der Finsternis für sein Land“. Dieser Mann kann vor Kraft und Selbstüberhebung nicht laufen. Er verhöhnt jene Institution, die sein Land aus der Taufe hob. Nun scheint er das Völkerparlament nicht mehr zu benötigen. Hier spricht jemand, der die Welt gegen die Welt beherrschen will.

Die jüdischen Träume sind in Erfüllung gegangen – als Alpträume. Die Protokolle der Weisen zu Zion mögen eine Fälschung sein: belanglos. Ihr Inhalt ist die Quintessenz des Alten Testamentes. Wer weiß, wer sie zu welchem Zweck gefälscht hat?! Wer den Begriff Verschwörungstheorie derart exzessiv zur Gedankenzensur einsetzt, wird wissen, dass angebliche Fälschungen vom wahren Kern des Problems ablenken. Der steht beispielsweise

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Religionskritik

Christliches Patriarchat und Magna Mater

Magna Mater und Patriarchat

den Anfang hat der Mann erfunden, um sich als Ursache zu setzen und die große Mutter zu vertreiben. Seitdem versucht er, die Frau überflüssig zu machen und Leben aus Kopf und Retorte hervor zu zaubern. Natur (von nasci = geboren werden) bedeutet, Leben hervorbringen, gebären, die Gattung durch Fortpflanzen erhalten.

Am Anfang war kein Mann, der die Welt erschaffen hat. Das wäre, als hätte das Kind die Mutter geboren: ein infantiler Allmachtstraum. Aus dem Reichtum des Vorhandenen schöpft der Mann nur den Schaum ab, variiert ihn in Winzigkeiten und erhebt seine gewaltige Creation zur zweiten, besseren Schöpfung. Die Erschleichung nennt der Schaumschläger: Erlösungsreligion. Erlösung ist eine zweite Schöpfung, die den Makel der ersten beheben soll. Allmacht, Anfang und Werk missglückt.

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Bücher

Buch Karl Löwith – Mein Leben in Deutschland vor und nach 1933

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Bücher

Ernst Cassirer – Philosophie der symbolischen Formen

    Ernst CassirerPhilosophie der symbolischen Formen II: Das mythische Denken Der zweite Teil der „Philosophie der symbolischen Formen“ beschäftigt sich mit der philosophischen Analyse der Form des Mythos vom Standpunkt des Systems der geistigen Ausdrucksformen aus. Im Gegensatz zu dem verbreiteten Vorurteil der objektiven Nichtigkeit und somit Irrelevanz für die Philosophie kommt dem Mythos […]

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Bücher

Buch Galahad – Mütter und Amazonen

  Galahad, Sir: Mütter und Amazonen. Liebe und Macht im Frauenreich. Frankfurt/M , Berlin : Ullstein Verlag, 1987. ISBN: 3548343848 Am Anfang war die Frau. Der Mann erscheint erstmalig in Sohnesgestalt, als das biologisch Jüngere und Spätere. Von den beiden geheimnisvollen Grundformen, in denen das Lebendige, bald hadernd verschlungen, bald sehnsuchtsvoll entzweit, durch die Zeit […]

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Archiv-Tagesmails

Sonntag, 25. September 2011 – Magna Mater

Hello, Freunde der magna Mater,

den Anfang hat der Mann erfunden, um sich als Ursache zu setzen und die große Mutter zu vertreiben. Seitdem versucht er, die Frau überflüssig zu machen und Leben aus Kopf und Retorte hervor zu zaubern. Natur (von nasci = geboren werden) bedeutet, Leben hervorbringen, gebären, die Gattung durch Fortpflanzen erhalten. Am Anfang war kein Mann, der die Welt erschaffen hat. Das wäre, als hätte das Kind die Mutter geboren: ein infantiler Allmachtstraum.

Aus dem Reichtum des Vorhandenen schöpft der Mann nur den Schaum ab, variiert ihn in Winzigkeiten und erhebt seine gewaltige Creation zur zweiten, besseren Schöpfung. Die Erschleichung nennt der Schaumschläger: Erlösungsreligion. Erlösung ist eine zweite Schöpfung, die den Makel der ersten beheben soll. Die zweite Chance des Mannes, den Bankrott seiner ersten Produktion auszugleichen. „Ich will hinfort nicht mehr die Erde um der Menschen willen verfluchen. Ich will hinfort nicht mehr schlagen, was da lebt, wie ich getan habe.“ (Allmacht, Anfang und Werk missglückt. Zweiter Anfang, resignierte Absegnung des missglückten Schöpfungswerkes: ER kanns nicht besser. Der erste Blick auf das Schöpfungswerk war Rausch und Selbstvergötzung: „Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ ( Altes Testament > 1. Mose 6,6 / http://www.way2god.org/de/bibel/1_mose/6/“ href=“http://www.way2god.org/de/bibel/1_mose/6/“>1. Mose 6,6) Hinfort muss sich Schöpferlein mit seinem Pfusch begnügen, den er eines unbestimmten Tages perfektionieren will. Die Zeit

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Freitag, 23. September 2011 – Papstrede

Hello, Freunde des Numinosen,

oder des Religiösen. Nichts, was mich weniger interessierte, als ein Papstbesuch: so viele Freiburger, die sich am Schwulenstand vorbeimogeln wollten. Erst bei Nennung verschiedener Gründe hielten sie an, dachten kurz nach – und unterschrieben. Was gehen mich innerkirchliche Menschenrechtsverletzungen an, sagt geistesabwesend der Sohn des frommen Martin Walser: Jakob Augstein. Als ob Glaube mit Politik hierzulande nichts zu tun hätte.

Prantl zeigt unverhüllt seine angegriffene Ministrantenseele und beschuldigt just jene der Intoleranz, die die päpstliche Intoleranz angreifen. „Ihr seid noch schlimmer, als diejenigen, die ihr angreift“, zischten die giftigsten Papisten am Stand. Auf dieses Niveau hat sich der fromme Paradejurist herabgelassen: Die Kraft der Kirche zeige sich am Maß des Widerstands gegen die Kirche.

Die Kirche lebt demnach von ihren Gegnern. Gäbe es keinen Gegenwind, wären die Schäfchen schon über alle Berge. Nietzsche warf Luther vor, mit der Reformation das Christentum im Allgemeinen und das katholische im Besonderen erst gerettet zu haben. Das römische Papsttum sei schon längst zu einem heidnischen Sündenpfuhl jenseits von Gut und Böse gediehen gewesen. Erst Luthers deutsche Zurückgebliebenheit habe Rom den Glauben zurückgebracht. Der Reformation folgte prompt die vatikanische Gegenreformation, die dem zentralistischen Verein das erstarrte Mittelalter zurück- und die fanatischen Jesuiten ein-brachte. Bei den deutschen Juden nicht anders: erst ihre Schergen haben den längst Eingedeutschten ihr verschüttetes Judentum zurückgebracht und den Überlebenden zum Staate Israel und zu ihrer jetzigen Weltmacht verholfen. Strategisch ist es immer eine Überlegung wert, ob man mit Gegenwind dem Gegner eher nützt als ihm ein blaues Auge zu verpassen.

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Donnerstag, 22. September 2011 – Kamel, Löwe, Kind

Hello, Freunde der Parallelgesellschaften,

den Gastarbeitern wirft man Absonderung vor, sie würden sich in parallelen Nischen vom Rest der Gesellschaft absentieren. Für die Mehrheit der Eingewanderten ist das Unsinn, ihr bunteres Lebensgefühl versuchen sie in Einklang mit dem hiesigen Rechtsstaat zu bringen. Und das überraschend gut, wie die Praxis in der zweiten und dritten Generation beweist.

Natürlich gibt es auch Stinkstiefel unter ihnen, die dem verlotterteren und ungläubigen Westen die Mekkapeitsche zeigen wollen. Nehmt alles in allem, war die Eingliederung anatolischer Türken in Germanien kein Fehlschlag, im Vergleich zu anderen europäischen Staaten sogar ein Erfolg. Allerdings nur in der Praxis, die Theorie des Zusammenlebens von dogmatisch Unduldsamen lässt zu wünschen übrig.

Xenophobiker schauen auf den Buchstaben der fremden heiligen Schriften und befinden auf Unverträglichkeit. Wer Moses anhängt, kann nicht mit Jesus, wer Jesus, nicht mit Mohammed in Einklang leben. Jeder Erlöser besteht auf Unterwerfung des ganzen Menschen, Kompromisse unter Unfehlbaren gibt es nicht. Theoretisch haben sie Recht.

Doch es ist wie mit den Kindern in der Schule. Erstaunlich, wie viele trotz miserabler Erfahrungen mit Paukern und Penne als halbwegs intakte Menschen davongekommen sind. Zumeist waren Menschen, die mitten im Leben stehen, besser und humaner als die Doktrinen ihrer abgehobenen Gurus und Scharfmacher.

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