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Tagesmail Archiv

Freitag, den 02. September 2011

 Zum Nach-Lesen

 

Samstag, 31. Dezember 2011 - Direkte Demokratie

Archiv-Tagesmails - Montag, den 24. Oktober 2011

Hello, Freunde der Wissenschaft,

die im neuen Jahr sich den „größten offenen Wissenschaftsfragen stellen“ will. Wie mutig von ihr, dass sie sich stellen will. Hat sie sich bislang gedrückt? Wollte sie sich zufrieden geben mit kleinen geschlossenen Fragen, die ja schon gelöst sein müssten, sonst wären sie ja noch offen?

Und was sind die größten offenen Fragen? Die Behebung des menschlichen Elends? Die Erfindung der Agape-Pille, damit wir lieben können, ohne glauben zu müssen? Dass man ohne zu lieben glauben kann, diese Erfindung kennen wir seit 2000 Jahren.

Das Finden der Gottesteilchen, die wir nach Schnittmuster zu Gott zusammenkleben können? Wem's gelingt, wird vom Heiligen Stuhl eingeladen, wem nicht, vom Gottlosenklub?

Wo bleiben die Teufelsteilchen oder können wir einfach die rabenschwarze Rückseite der Gottesteilchen benutzen? Die Engel jedenfalls sind schon gefunden worden. Vom Südwestfunk. Da reden Experten drüber, die sie – unberauscht – gesehen haben wollen. Merkt euch SWR2, täglich um 17.05 Uhr, außer an Sonn- und Feiertagen, ein wahrer Engelsender. Demnächst planen sie das ultimative Experiment: Wie viele Rauschgoldengel passen auf ein allseits offenes Mikrofon?

Nein, natürlich geht es um Sex. Diese männlich dominierte Wissenschaft denkt immer nur an dasselbe. Wird endlich das Geheimnis der Lust gelüftet? Sind Männer benachteiligt, weil sie ohne G-Punkt auskommen müssen? Geht es um ...

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Freitag, 30. Dezember 2011 - BGE und Paulus

Archiv-Tagesmails - Montag, den 24. Oktober 2011

Hello, Freunde der SPD,

die Proleten begannen als gottlose Haufen. Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik, sagte Marx, Chefdenker der Ausgestoßenen. Mit Feuerbach hielt er die Religionskritik für abgeschlossen.

Dass Glaube längst kein erkenntnistheoretisches Bekenntnis über Gott und die Welt mehr war, sondern Weltherrschaftssystem unter neuen säkular scheinenden Begriffen, entging ihm. Seine gesetzmäßige Geschichte war eine der Heilsgeschichte aus dem Gesicht geschnittene Tochter, die im Gewande eines wissenschaftlich erkennbaren Zeitablaufs daherkam. Sein Glaube an die unverrückbar eintretende strahlende Zukunft der Ausgebeuteten war Erbe der eschatologischen Hoffnung der Urchristen, die eine Verwandlung in den Determinismus der jungen wissenschaftlichen Haltung der Aufklärer durchgemacht hatte.

Den schreienden Konflikt zwischen kausal-unverbrüchlicher Festgelegtheit der Natur, Mensch eingeschlossen, und einem unbändigen Freiheitswillen beim Gestalten politischer und privater Verhältnisse – der zum zündenden Funken der Französischen Revolution wurde –, bemerkten die vor Geist und Temperament sprühenden Aufklärer nicht. Die heutige Gehirnforschung ist eine dumpfe Erbin dieses unbewältigten Konfliktes zwischen natürlicher Determinierung und demokratischer Autonomie.

Es war ein enormer Fortschritt gewesen, den Menschen aus dem platonisch-christlichen, naturüberlegenen Jenseitsglauben zu lösen und ihn vollständig irdischen Verhältnissen einzupassen. Doch das Rätsel blieb, wie ...

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Donnerstag, 29. Dezember 2011 - Zwei widersprüchliche ökologische Modelle

Archiv-Tagesmails - Montag, den 24. Oktober 2011

Hello, Freunde der Croissants,

der wachsenden Halbmöndchen. Selbst beim Frühstück bevorzugen wir Wachstum – oder betrügen uns damit. Denn der Mond wächst und schrumpft, von ewigem Wachstum keine Rede. Croissance heißt Wachstum und Decroissance – Wachstumsrücknahme.

Solche Monsterwörter scheinen im Deutschen nicht geeignet, für das zu werben, was im Englischen degrowth und im Französischen decroissance heißt. Bei der Sprache beginnt die Vernebelung. Nachhaltigkeit müsste Dauer heißen, sonst ist sie kastrierte Dauer. Dauerhaft ist stabil und statisch, Statik aber die Todsünde in Zeiten des Fortschritts.

Ein lebensfähiger Zustand in einer dauerhaft stabilen Natur wäre stabile Dauerhaftigkeit oder Homöo-stase: gleichbleibende Statik. Selbst wenn das Gleichgewicht flösse, fließt es nicht dynamisch ins Unendliche, sondern um ein stabiles Gleichgewicht. Alles, was nicht dynamisch und progressiv ist, duldet der moderne Glaube an ewigen Wandel nicht.

Kein Artikel, selbst über Sokrates, ohne pflichtgemäßes Credo an das Neue. Die mäeutische Entbindung des Hebammensohnes aber war keine Hatz auf das Neue, sondern Anamnesis, Erinnerung an das Alte, das die Menschen verdrängen. Sie verdrängen es, meinte Platon, weil die allwissende Seele in die minderwertige sinnliche Hülle verbannt wird, um als seelisch-leibliche, wissend-unwissende, bewusst-unbewusste Mischgeburt – als Mensch – zur Welt zu kommen. Die ursprüngliche Reinheit der Seele, befleckt ...

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Mittwoch, 28. Dezember 2011 - Der verlorene deutsche Sohn

Archiv-Tagesmails - Montag, den 24. Oktober 2011

Hello, Freunde der Russen,

in Moskau ist Demonstrieren gegen Putin gesellschaftsfähig geworden. Wie immer hinkt die Provinz hinterher und hält den Protest für das Hobby überfütterter Städter. Gorbi hat den Rücktritt Putins gefordert. Die Mitte der Gesellschaft tummelt sich auf den Plätzen rund um den Kreml.

Beobachter der Arabischen Liga sind in Damaskus eingetroffen. Sie werden beweisen müssen, dass sie die Opposition ernst nehmen und den Despoten an die Leine legen wollen. Ein schwieriges Unterfangen.

Wenn Präsident Peres selbst es für nötig hält, zu Demonstrationen gegen biblizistische Fundamentalisten aufzurufen, die bereits öffentliche Diskriminierung der Frauen durch Geschlechtertrennung fordern, kann die Lage nicht mehr harmlos sein. Wo aber sind Netanjahu und Avigdor Lieberman?

Der Begriff ultra-orthodox lenkt von Gemeinsamkeiten der theokratischen Frauen- und Heidenverächter mit parallelen Bewegungen bei Christen und Muslimen ab. Das zentrale Drehbuch der Rechtgläubigen ist das Alte Testament. Daran darf hierzulande nicht erinnert werden, weil das Buch zur Heiligen Schrift der Christen gehört.

Die Christen sind der Meinung, dass das Neue Testament dem Alten durch seine Liebesbotschaft überlegen ist. Hier Prinzip Rache: Auge um Auge, dort Versöhnung durch Agape. Juden verweisen darauf, dass das Liebesgebot ...

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