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Terra Madre – die Erde muss uns bleiben XLVII

Tagesmail vom 20.04.2026

Terra Madre – die Erde muss uns bleiben XLVII,

Wie lange noch?

Wie lange noch sollen wir darben, bis die neue Erde entsteht? Die Erde als wiedergeborener Himmel?

„Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder. (Heinrich Heine)

Heine hatte die deutschen Verhältnisse nicht länger ertragen – und war nach Frankreich geflohen. Dort sah er in revolutionärer Zeit den Himmel auf Erden als Werk der aufmüpfigen Weltveränderer kommen.

Grimmelshausen lebte fast 200 Jahren vor Heine und begann seinen berühmten Roman mit den Worten:

„Es eröffnet sich zu dieser unserer Zeit (von welcher man glaubte, dass es die letzte sei)…(Der abenteuerliche Simplicissimus)

„…von welcher man glaubte, dass es die letzte sei…“
Das war der Glaube ans Jenseits, an übernatürliche Kräfte.

„Der Mythologie nach soll das Weltende mit einer Klimakatastrophe beginnen. Der bitterkalte Fimbulwinter dauert drei Jahre, und kein Sommer wärmt die Erde in dieser Zeit. Dann verschwindet die Sonne. Der riesige Wolf Skalli frisst sie auf, sein Zwillingsbruder Hati verschlingt den Mond.
(Beginnen in Hamburg nicht schon heutigen Tages die Streitigkeiten, ob es einen gefährlichen Wolf in der Stadt gibt?)

Die Sterne fallen vom Himmel und lösen gigantische Erdbeben aus. Die Berge stürzen zusammen und alle Fesseln und Bande bersten und reißen. Die Weltesche Yggdrasil, die Verkörperung des gesamten Kosmos, beginnt zu beben. Der alte Kosmos ist untergegangen und eine neue Erde taucht aus dem Meer auf. Sie ist grün und schön und Korn wächst darauf, obwohl es niemand gesät hat.“

Wir übergehen viele Einzelheiten des apokalyptischen Grauens.

„So paradox es klingt: Am Beginn des Christentums stand der Glaube an das baldige Ende. Die Urchristen glaubten fest daran, dass die Welt immer schlechter werde, bis Gott schließlich große Zeichen an den Himmel schreiben und das Weltgericht ausrufen werde. Das neue Reich werde ewig währen, ebenso die Qual der Verdammten.“

Wir übergehen auch die Szenarien der Weltuntergänge der anderen Erlösungsreligionen, der Juden und Mohammedaner.

Es genügt, sich die Frage zu stellen, ob es nicht latente Gründe gibt, warum die heutigen Kriege gerade in den „frommen“ Gebieten der drei Erlösungsreligionen stattfinden.

Wollen die Apokalyptiker aller drei Endzeitreligionen den Streit beenden, wer von ihnen die wahre Religion des Himmels sei – anhand der schrecklichsten Erzählung vom Ende der Welt??

Was wir besonders berücksichtigen müssen, ist die enge Verbindung von israelischem Judentum und amerikanischem Christentum. Diese uralte Verflechtung bestätigt Netanjahu in seinem dogmatischen Glauben, dass beide Religionen sich gegenseitig benötigen, um den apokalyptischen Wettstreit siegreich zu beenden.

„Die unbedingte amerikanische Unterstützung für Israel stammt nicht zuletzt aus der Prophezeiung von Darby, dass die Juden vor dem Weltende und der Wiederkunft des Antichrist einen eigenen Staat gründen würden. Die Politiker des mächtigsten Landes der Welt müssen also auf endzeitliche Vorstellungen ihrer Wähler jederzeit Rücksicht nehmen, selbst in der Zeit der Physik, der Computer und des Internets.“

Jetzt kommt das letzte Zeichen: das Feuer aus dem Jemen. Südlich von Eden (im Jemen) bricht ein Feuer aus, das die Menschen vor sich hertreibt. In Syrien liegen der Überlieferung nach die Sammelplätze, an denen die Menschen das Jüngste Gericht erwarten sollen. Das Feuer ist grausam, es rollt unaufhaltsam vorwärts, und wer zurückbleibt, wird verbrennen. Aber zu diesem Zeitpunkt sind die Gerechten und Gläubigen bereits gestorben, nur die Bösen und Ungläubigen werden auf diese unwürdige Weise zusammengetrieben.“
(alle Zitate in Thomas Grüter, Faszination Apokalypse)

Die Straße von Hormus ist nicht nur weltkapitalistisch eine apokalyptische Tatsache. Sie ist ein Mittelpunkt des endzeitlichen Geschehens von Juden, Christen und Mohammedanern.

Die nicht-christliche Welt erlebt mit Staunen den mörderischen Untergang der drei Erlösungsreligionen, die das Ende ihrer Heilszeit mit selbsterfüllendem Bangen exekutieren.

Es könnte sein, dass die Weltepoche dieser drei Religionen mit diesen Kriegen vorbei sein wird. Dann kommen die anderen Kulturen der Welt, die chinesische, japanische, indische usw., die die Erde beherrschen werden.

In Deutschland schwindet der Glaube an die Schrecken des Jenseits. Dennoch werden die Endzeit-Ungläubigen noch immer beherrscht von den Drohungen des Antichrist, den sie als Amerikanischen Despoten täglich wüten sahen.

Trump muss den Glauben an sich als Gegner des unfehlbaren Papstes mit allen Tücken und Finessen auf die Probe stellen. Doch die Bindekräfte zwischen Jerusalem und Washington lassen nach. Lässt Trump seine Liaison mit Netanjahu allmählich fallen, (bei seinen Republikanern geschieht es bereits), werden die Juden, die sich bis heute gefeit fühlten, in apokalyptische Gefahren abtauchen.

Der Endkampf zwischen dem Allmächtigen und seinem antichristlichen Widersacher scheint für die Gläubigen bald bevorzustehen.

Die KI-Genies indessen machen sich inzwischen auf die Flucht ins Endlose. Angeblich glauben sie nicht an das Ende der Welt. Warum flüchten sie dann vor den schrecklichen Ereignissen der Erde?

Hören wir Peter Thiels überirdische Botschaft:

„Nur wer an Geheimnisse glaubt und nach ihnen sucht, wird in der Lage sein, jenseits der ausgetretenen Denkpfade neue und offensichtliche Möglichkeiten zu entdecken. („Wie Peter Thiel die Welt revolutioniert“)

Fortsetzung folgt.