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Terra Madre – die Erde muss uns bleiben LXIX

Tagesmail vom 21.09.2026

Terra Madre – die Erde muss uns bleiben LXIX,

Liebe und Gerechtigkeit,

Wer kann das glauben? Liebe und Gerechtigkeit sollen die Urmelodien eines neuen Anfangs sein?

Sie freuet sich aber mit der Wahrheit?

Die gewaltigsten Wörter, die es gibt, sollen jetzt die Regierung übernehmen? Selbst die Begriffe der Hellenen, die uns erobert haben – und die nichts mehr von der Wahrheit Gottes halten?

Die Liebe vergehet niemals, denn unser Erkennen ist Stückwerk und unser Reden aus Eingebung ist Stückwerk.

Wenn aber das Vollkommene kommen wird, dann wird das Stückwerk abgetan werden.

Liebe und Gerechtigkeit wird alles abtun, was Stückwerk sein wird?

Was muss das für eine fremde Frau sein, die vermutlich bei uns das Erkennen gelernt hat?

Ist Deutschland nicht das Urland des Erkennens? Und diese Frau mit der hohen Stimme erkühnt sich, ins Urland des Erkennens zu kommen, um uns die elementaren Erkenntnisse des Seins beizubringen?

Nun will sie uns das Höchste lehren, das man Menschen beibringen kann – die Erkenntnis der Liebe?

Doch langsam: wir wissen nicht, wie Erkennen zustande kommt, wollen aber exakt wissen, wie wir es erhaschen können?

Sind das nicht alles luftige Reden wie bei uns die in der Politik?

Liebespflichten sind bei Kant Pflichten der Wohltätigkeit, der Dankbarkeit, der Teilnehmenden …

„Eigennutz widerstreitet sich selbst, jeder Mensch, der sich in Not befindet, wünscht, dass ihm von anderen Menschen geholfen werde, und muss auch anderen helfen wollen, da ihm sonst auch selbst nicht geholfen würde.”

Jetzt mal aufhören mit dem Geschwall. Ein demokratischer Staat zeichnet sich dadurch aus, dass allen von Grund auf geholfen wird, ja?

Wer ist dann noch hilfsbedürftig?

Hat man nicht deshalb Demokratien erfunden, um sie grundsätzlich aus der Not zu holen?

Wozu dann noch die hohe Liebe, wenn wir ihrer gar nicht mehr grundsätzlich bedürfen?

Selbst die Verwahrlosten leben liederlich, aber sie müssen nicht grundsätzlich verkommen??

Oder ist Liebe der Begriff einer Religion, die man gar nicht mehr bräuchte, mit der man aber öffentliches Aufsehen erregen könnte?

Oder geht es um die Fürsorge teilnehmender liebevoller Menschen, die einen trösten können?

Jetzt wird’s kitschig!

Bleiben wir mal auf dem Boden: Liebe ist ein Begriff, den normale Menschen in der polis gar nicht mehr benötigen? Oder ein Begriff aus dem Bereich der Philosophie, der im demokratischen Staat ganz und gar überflüssig geworden ist?

Ist der Begriff Demokratie nicht dadurch entstanden, keinen Notdürftigen seinem Elend zu überlassen? Der demokratische Staat muss Recht und Gesetz selbst als geltendes Recht installiert haben, damit kein Mitglied der Polis hilfs-bedürftig werden muss?

Du redest Unsinn: in keinem ordentlichen Staat darf es solche Notdürftige geben, dass sie ohne persönliche Liebe auskommen müssten?

In griechischen “Klassikern” wie bei Nestle findest du nicht einmal das Wort “Liebe”.

Sollen gewählte Politiker Meister der Liebe sein, um ein Nest des Wohlbefindens zu garantieren?

Genügt es nicht, einander sympathisch zu finden?

Ist Liebe keine Übertreibung, ohne die wir auskommen müssten?

Ist Kapitalismus nicht ein ausgetrockneter liebloser Staat, der ohne ein bisschen Liebe nicht mehr existenzfähig sein kann?

Oder sollen Recht und Gesetz Liebestaten sein, die im Verlauf der Zeit ausgetrocknet sind und bewässert werden müssten? Kein Mensch lebt nämlich von dem “Ich gebe, damit du gibst!”

Liebe ist privat und ein Verhalten der Familie – aber kein Verhalten der Öffentlichkeit!!?

Liebe zerreißt eine Gesellschaft in viele kleine Gruppen, in denen private Tugenden angemessen sind, aber keine Rechtsstaaten, in denen pflichtgemäße Korrektheiten notwendig wären. Weiß das nicht jeder?

Hieße das nicht, unsere Demokratie muss gefühlsmäßig so ausgehungert sein, dass bei offiziellen Prozeduren das Gefühl der Liebe notwendig wird?

Brauchen wir mittlerweilen nicht liebes-überfließende Politiker, weil wir die Eiseskälte der Moderne sonst nicht mehr ertragen könnten?

Ohnehin können wir die emotionslose KI-Maschinenkultur nicht länger ertragen und deshalb fehlt uns das Grundgefühl der emotionalen Sympathie?

„Die Idee, dass eine künstliche Superintelligenz die Menschheit vernichten könnte, existiert schon seit Jahrzehnten – und gehört gewissermaßen zum Gründungsmythos der Branche, gerade von OpenAI und Anthropic. Ihr einflussreichster Vordenker ist Eliezer Yudkowsky – viele, die heute in den Konzernen zur KI-Sicherheit forschen, kommen aus seinem Umfeld.” (TAGESSPIEGEL.de)

Eine liebende Demokratie ist das Gegenstück zur gefühllosen KI-Kultur. Was uns sagt, dass wir längst in der Mitte zerschnitten sind.

Wir sind keine lebendigen Wesen mehr, wir sind zerschnittene Teile, die ohne gefühlsmäßigen Saft des Lebendigen nicht mehr existieren könnten.

Gerade deshalb ist es existentiell wichtig, Liebe und Gerechtigkeit zu erwähnen, wenn man den Staat human regieren will.

Die Menschheit befindet sich im Dauerclinch und braucht dringend sympathetische Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Elif Eralp hat ihre menschliche Struktur noch nicht zerrissen, sie weiß noch immer, was Menschen benötigen, um das zertrümmerte KI-Leben wieder ins Leben zurückzurufen.

Ein demokratischer Staat lässt niemanden verrecken, dass er ohne humane Gefühle der Zusammengehörigkeit auskommen müsste.

Eben dies müssten wir wieder lernen: Liebe und Gerechtigkeit sind die Urpfeiler eines pulsierenden Staates. Wer das nicht mehr spürt, ist zur Maschine geworden.

Ein lebendiger Staat von Demokraten kommt nicht aus ohne Liebe und Gerechtigkeit. Wer sich dieser Politfloskeln schämt, schämt sich seiner Humanität und verleugnet die Gefühlswelt mit der Natur.

Warum ist ökologisches Denken und Tun fast ganz verschwunden?

Weil wir alles zerreißen, was wir zerreißen können.

Gefühle zählen nicht mehr. Es zählt nur noch die Perfektion des Funktionierens.

Fortsetzung folgt.