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Tanz des Aufruhrs XLV

Tanz des Aufruhrs XLV,

„… wird harrrt bestraft.“ (CDU-Kanzlerkandidat Laschet)

Ab jetzt wird zurückbestraft. Noch härrrter. Kein Aprilscherz.

Hier die Strafliste, die überall in der verseuchten Republik verteilt wird:

1000 Euro oder 10 Tage Karzer für Armin Laschet – wegen fahrlässiger Dummheit: er wurde mit nasenfreiem Mundschutz erwischt.

10 000 Euro für FDP-Buschmann – wegen terroristischer Androhung der Revolution des Mittelstandes, der um seinen Reichtum fürchte. Ab sofort vom Verfassungsschutz zu überwachen.

„Wenn die deutsche Mittelschicht den Eindruck erlangen sollte, dass ihre Belange und Bedürfnisse angesichts der Bedrohung ihrer sozialen Lage nicht ins Zentrum der deutschen Politik rücken und dort zu einer klaren Änderung der Prioritäten führen, dann soll kein verantwortlicher Politiker behaupten, er habe nicht wissen können, was dann geschieht. Dann liegt irgendwann Revolution in der Luft.“

11 111 Euro für Bernhard Pörksen, Professor für Medienwirtschaft – wegen Verleumdung a) der Freiheit als … … verdammenswerten Fluch, b) der Verantwortung, die jeder loswerden wolle und c) der zu entscheidenden Fragen als unentscheidbare: Demokratie muss in akademischen Kreisen wohl ein Verhängnis sein. Zurück in den kuschligen Stall, Herr Professor – aber im Abstand von 1, 50 Meter.

„Unentscheidbare Fragen müssen wir entscheiden. Und es ist an uns, diese Entscheidung zu treffen, verdammt zur Freiheit und zur Verantwortung, die uns niemand abnehmen kann.“

111 111 000 Euro für alle Krankenhaus-Profitgeier, denen es nicht um die Gesundheit ihrer Kranken geht, sondern nur um ihre geldwerte Beute:

„Nicht einmal eine kostenlose Parkkarte oder Mittagessen sind im Verständnis der Kliniken vorstellbar. Wer die Nacht auf der Intensivstation durcharbeitet, zahlt seinen Kaffee dort selbstverständlich wie immer selber. Diese Beispiele für den allgegenwärtigen Mangel an Wertschätzung in deutschen Kliniken sind dennoch Kleinigkeiten im Vergleich mit den wesentlichen Ausstattungen mit Personal und Material. Hier wurde seit Jahren gespart, und auch jetzt noch wird durch die Kliniken nur träge und widerwillig aufgestockt. Das geht von mangelnder Schutzausrüstung über schleppende Digitalisierung, defekte und fehlende Computer und Drucker bis zur chronisch knappen Personalbesetzung auf den Stationen.“ (Ein Arzt)

100 Billionen Euro für alle europäischen Machteliten, die Europa sehenden Auges vor die Hunde gehen lassen:

„Im Augenblick sieht es so aus, als würde das Coronavirus nicht nur Menschen töten – sondern auch Europa. Die EU kann nicht überleben, wenn es noch nicht einmal im Notfall möglich ist, solidarisch zu handeln. Ob Kanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz oder EU-Kom­mis­sions­prä­si­den­tin Ursula von der Leyen: Stets wird erklärt, dass Corona-Bonds ausgeschlossen seien. Dieser ESM-Plan ist extrem gefährlich. Denn die Eurozone würde in angeblich „gute“ und „böse“ Länder zerfallen, wenn man einzelne Staaten zwingt, um ESM-Mittel nachzusuchen. Deutschland wäre der „Superstar“, während Italien oder Griechenland wie der offizielle Abschaum wirken würden.“ (Ulrike Herrmann)

12 Millionen für das Berliner Kabinett – wegen einseitiger Beratung durch Virologen unter Vernachlässigung aller therapeutischen, pädagogischen, alters- und jugendpsychologischen Experten, die wissen, was es für alleinstehende Mütter bedeutet, wenn Spielplätze verrammelt sind:

„Auf welcher Grundlage wird über solche Maßnahmen entschieden? Auf Dauer wird es nicht funktionieren, dass man solche Entscheidungen allein auf Grundlage medizinischer Erkenntnisse trifft. Das sind politische, gesellschaftliche Entscheidungen. Da muss man abwägen. Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft und nicht in einer, die von Experten regiert wird.“ (Psychologin)

Billionen für jene, die alle lebenswichtigen Institutionen schlossen, die Börse aber offen ließen, damit eiskalte Hütchenspieler auf Kosten notleidender Gesellschaften ihren Reibach machen können:

„Es ist typisch, aber trotzdem erstaunlich: Fast alles wird geschlossen, nur die Börsen bleiben offen. Ein Schließen hätte nichts gebracht, heißt es lakonisch auf Anfrage. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Dass sie nicht geschlossen wurden, hat große Probleme gebracht. Auch für jene, die glauben, sie hätten damit nichts zu tun. Die Börsen wären im Kapitalismus nicht das, was sie sind, wenn nicht die Verluste der einen die Gewinne anderer wären. Längst spekulieren vor allem US-amerikanische Hedgefonds mit sogenannten Leerverkäufen auf sinkende Kurse: Sie leihen sich heute für Milliardensummen Aktien oder andere Wertpapiere und verkaufen diese sofort wieder zum aktuellen Kurs.“ (TAZ)

12 Monatsgehälter für einen Bildungsprofessor, der unter Bildung den Drill unserer Jugend zu Karrieristen und funktionierenden Fortschrittsmarionetten versteht:

„Eine Gesellschaft erhält umso mehr ökonomische Rendite aus ihrer arbeitenden Bevölkerung, je früher sie in deren Bildung investiert hat. Konkret heißt das: Menschen, die früh gefördert wurden, sind später produktiver. Sie verdienen mehr, zahlen mehr Steuern, sind weniger krank und arbeitslos.“

10 Stockhiebe auf den blanken Hintern für all jene, die die Menschheit mit widersprüchlichen, verwirrenden und rechtsverhöhnenden Strafmaßnahmen zu Narren halten:

„Selten waren Verbote unpräziser formuliert. Oder hat schon jemand final beantwortet, ob es inzwischen erlaubt ist, allein auf einer Parkbank zu sitzen? Und wer soll beurteilen, ob ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten wurde? Polizisten mit Maßband? Polizeistaat, ick hör dir trapsen.“ (TAZ)

Verhöhnen am Pranger für alle, die die Menschen kasernieren wollen, anstatt an die frische Luft zu lassen, die der Gesundheit förderlicher ist als Stickluft in dumpfen Höhlenwohnungen:

„Trotz Corona sollten Parks für die Menschen in jedem Fall geöffnet bleiben, fordert Pankows Gesundheitsstadtrat Torsten Kühne (CDU). „Meiner unbescheidenen Meinung nach sollten Parks nicht zur Disposition stehen“, sagte er auf Tagesspiegel-Nachfrage. „Das ist natürlich ein Spannungsfeld. Aber aus medizinischer Sicht ist es sinnvoll, nach draußen zu gehen zur Stärkung des Immunsystems.“ Nicht das Herausgehen sei das Problem, so Kühne, „es ist der Kontakt. Deswegen kann man weiter nach draußen gehen, wenn man sich vereinzelt und keine Gruppen bildet. Wenn alle vernünftig sind und allein rausgehen oder nur mit den Personen, mit denen sie zusammenleben, dann können auch die Parks geöffnet bleiben.“

Sofortige Amtsenthebung für eine deutsche Adlige an der EU-Spitze, die Griechenlands Menschenrechtsverletzung nicht geißelte und Orbans diktatorische Inthronisation mit läppischen Bemerkungen ignorierte:

„Die EU muss jetzt alle verfügbaren Mittel einsetzen, um zu verhindern, dass die Demokratie in Ungarn endgültig beerdigt wird. Sie hat die Verantwortung, die Bürger*innen Ungarns vor der eigenen Regierung zu schützen. Nötig wären eine rasche Klage der Brüsseler Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Orbáns „Ermächtigungsgesetz“ sowie die Suspendierung der großzügigen EU-Strukturhilfen und Subventionen an Budapest. Und: CDU/CSU und die anderen Mitgliedsparteien der Europäischen Volkspartei müssen Fidesz endlich aus ihren Reihen ausschließen.“ (Andreas Zumach)

„Alle Notstandsmaßnahmen müssen auf das, was notwendig ist, begrenzt und streng verhältnismäßig sein. Sie dürfen nicht unbegrenzt dauern“, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Brüssel. Doch den Namen Orbán erwähnte von der Leyen nicht. Und von möglichen Sanktionen gegen Ungarn sprach sie schon gar nicht. Alles geschehe „im Geiste der Kooperation“, versprach von der Leyen.“

Stubenarrest für bestrafungswütige Obrigkeiten, die nichts anderes mehr kennen als eine Gesellschaft, der man misstrauen muss – und jedes Vertrauen in mündige Demokraten ad acta legt.

Es gibt ein exzellentes Gegenbeispiel in Europa. Schweden vertraut der Verantwortlichkeit seiner BürgerInnen: ein wahrhafter Beweis demokratischer Kompetenz. Sollten auch die Zahlen stimmen, werden die Deutschen in Rechtfertigungsnöte geraten. Das ZDF baute schon vor: in ländlichen Gebieten gebe es in dem nördlichen Land nur eine geringe Bevölkerungsdichte. Sollten die Zahlen schlecht ausfallen, wird Schweden beerdigt.

„Bei der Kindererziehung ist es fast eine Binsenweisheit: Strafen bewirken nichts. In der Regel führen sie nicht dazu, dass ein Kind einsieht, dass es falsch gehandelt hat. Stattdessen beschäftigt es sich vor allem damit, was die Strafe für es selbst bedeutet. Eltern greifen deswegen kaum noch zu Stubenarrest und Taschengeldentzug. Im Umgang mit Erwachsenen ist die Gesellschaft längst nicht so weit. Nach dem Vorpreschen von Nordrhein-Westfalen hat sich nun – neben weiteren Landesregierungen – auch der Berliner Senat auf die Einführung eines Bußgeldkatalogs geeinigt, in der Hoffnung, dass sich Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen damit noch besser umsetzen ließen. Am Donnerstag soll er beschlossen werden. Es ist eine dumme Idee.“ (Erik Peter)

Grimmige Blicke und Widerworte für Polizisten, die den Gesetzeswirrwarr nicht zu verantworten haben, ihn aber vor Ort in eigenmächtige Willkür umsetzen:

„In den vergangenen Tagen hatten selbst Innenverwaltung und Polizei nicht wirklich zur Aufklärung beigetragen. So hieß es, man dürfe sehr wohl zu zweit – bei Familienangehörigen dürfen es auch mehr sein – etwa auf einer Bank sitzen, so lange man 1,50 Meter Abstand hält. Picknicks auf einer Decke seien jedoch verboten. Schließlich würde aus vielen Zweiergrüppchen auch eine große Menge. Sport sei erlaubt, das Bier danach nicht. Am Freitag sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD), man dürfe nicht „draußen verweilen“.

Kollektive Entmachtung der Berliner GrOKO wegen der suizidalen Doppelmoral, für einen Virus die Welt „herunterzufahren“, in Klimafragen aber die ganze Titanic absaufen zu lassen:

„In der Coronakrise änderten die Menschen ihr Verhalten erst, als die Politik deutlich wurde. Geht es um Klimaschutz, schreckt die Bundesregierung davor zurück. Im Pariser Abkommen haben sich fast alle Staaten verpflichtet, die Erderhitzung bis zum Ende des Jahrhunderts auf deutlich unter 2 Grad, eher 1,5 Grad zu beschränken. Das ist das Paris-Ziel und es ermöglicht eine reelle Chance, dass die Erde in einem Zustand erhalten bleibt, wie ihn die Menschheit bisher kennt. Eine Garantie ist es nicht. Bis heute richtet die Bundesregierung ihr Sprechen und Handeln aber nicht an diesem Paris-Ziel aus, obwohl sie sich dazu bekennt.“ (SPIEGEL)

Spott und Hohn für Epidemiologen, die Atemschutzmasken anfänglich für nutzlos erklärten, jetzt aber empfehlen, sich selbst welche zu nähen. Grund ist europäische Überheblichkeit, die von gesichtslosen asiatischen Kollektivhorden nichts übernehmen will:

„Ende Februar sagten die meisten deutschen Epidemiologen: Atemschutzmasken tragen sei sinnlos. Einfache Modelle böten keinen sicheren Schutz gegen Corona, und Profi-Masken müsse man dem Klinikpersonal überlassen, weil es davon zu wenige gebe. Es ist nicht das erste Mal in der Coronakrise, dass wir Europäer offensichtlich wirksame Methoden gegen das Virus erst abtun und dann sehr spät doch in Betracht ziehen. Dahinter steckt womöglich das Paradigma, dass unsere modernen, demokratischen Gesellschaften von kollektivistischen Ländern wie Hongkong oder Südkorea kaum etwas lernen können.“ (SPIEGEL)

Kategorische Verachtung für das deutsche Feuilleton, das jahrzehntelang der wahrheitslosen Postmoderne huldigte, für die jede Seuche eine willkommene Selbstreinigung war:

„Jean Baudrillard, der französische Soziologe, stellte Mutmaßungen an über eine Verbindung aus kultureller Schuld und natürlicher Sühne, und das klang dann in der Tat so, als seien Viren die Ordnungshüter im Schuldzusammenhang des Lebendigen. Jedenfalls sprach Baudrillard den Fremd-Körpern eine „funktionelle Nützlichkeit“ zu und fragte, ob die Aids-Infektion „nicht ein Rettungsmittel“ sei „gegen die Katastrophe, die eine völlige sexuelle Befreiung für die Spezies bedeuten würde“. (Die ZEIT)

Unermessliches Mitleid mit deutschen Gazetten, die jede Silicon-Valley-Nichtigkeit als Sensation priesen, aber nicht wahrhaben wollten, dass die digitalen Genies die Probleme der Menschheit nicht lösen – sondern vermehren. Sie selber huldigen noch immer dem moralfreien Zuschauerblick, sich mit nichts gemein zu machen, auch nicht mit dem Guten.

„Warum hat in all diesen Tech Companies, die so wild Daten sammeln und Algorithmen nutzen um herauszufinden, was die Menschheit gerade braucht, warum hat ausgerechnet in dieser Branche, die sich mit exponentiellem Wachstum und viraler Verbreitung auskennt wie keine andere, niemand rechtzeitig gemerkt, was aus China auf die Welt zurollt.“ (WELT)

Die Krise öffnet die Schleusen des kollektiven Unbewussten. Die unterdrückten Kehrseiten der abendländischen Werte flattern wie coronaverdächtige Fledermäuse aus den Verliesen ans Licht. Schande über die Verächter der Kinder, die noch nichts bringen – und der Alten, die nichts mehr bringen:

„Damit sind wir beim Kern der Corona-bedingten Altersdebatte: Sie offenbart ein grundsätzliches Ungleichgewicht in unserer Gesellschaft, in der Menschen nach ihrem ökonomischen Nutzen beurteilt werden. Was zählt, ist Leistung. Je weniger leistungsfähig Menschen sind, desto stärker ist dementsprechend das Bedürfnis, den eigenen Wert unter Beweis zu stellen. Denn: So lange ich etwas beitrage, im wirtschaftlichen Sinne, so lange ist mir mein gesellschaftlicher Nutzen sicher.“ (Berliner Zeitung)

„Begrenzungen der Freiheit während einer Pandemie sind in geordneten Gesellschaften erforderlich. Wieso aber in Serbien einzelne Altersgruppen unterschiedlich behandelt werden, ist nicht nur unverständlich, sondern auch verfassungswidrig. Denn in Serbien wurde für Senioren über 65 Jahren eine absolute Ausgangssperre verhängt. Für die Überschreitung dieser Verordnung muss man eine Geldbuße von rund 1.300 Euro zahlen, für serbische Rentner, die im Schnitt mit 350 Euro über die Runden kommen müssen, eine unbezahlbare Summe. Kontrolle dieser Maßnahme übt nicht nur die Polizei aus, sondern auch Dreierpatrouillen der Militärpolizei mit schussbereiten Maschinenpistolen.“ (Ivan Ivanji, Holocaustüberlebender, TAZ)

„Warum wollen wir jetzt das, was nicht möglich ist?“ fragt ein infektiöses Massenblatt und meint: Warum vermissen wir Freiheit, wenn wir unfrei sind?

Schande über eine Wissenschaft der Psychologie, die für das elementare Bedürfnis nach Selbstbestimmung – die Voraussetzung aller Demokratie – einen bleichen Krankheitsbegriff erfand: Reaktanz. Soll nach reaktionärem Fehlverhalten klingen:

„Weil wir in unserem Freiheitsgefühl enorm eingeschränkt sind. In dem Moment, wo bei einem Menschen dieses Gefühl eintritt, unabhängig davon, ob das Leben wirklich eingeschränkt ist oder ob das nur im Kopf stattfindet, reagieren wir mit Trotz und entwickeln ein Verlangen nach unmöglichen Dingen oder Aktivitäten. Hinter den meisten Hamsterkäufen verbirgt sich weniger die Angst vor einer tatsächlichen Verknappung, sondern eher das Bedürfnis, die eigene Wahlfreiheit zu erhalten. Die Supermärkte sind derzeit voller Beispiele für reaktantes Verhalten. Es sind täglich Regelbrüche zu beobachten: Jugendliche, die sich auf Spielplätzen treffen, Menschen, die in ihren Wohnungen mit mehreren Leuten feiern – all das sind Reaktanz-Beispiele in Corona-Zeiten. besonders anfällig sind Menschen, die ein starkes Geltungsbedürfnis haben und ein schwaches Selbstbewusstsein oder die nazistisch veranlagt sind. Sie glauben: ‚Wenn ich das tue, dann muss man mich wahrnehmen. Keiner kann an mir vorbeischauen.‘ Also es sind vor allem Menschen mit schwachem Selbstwert. Prüfen Sie kritisch, was Sie wirklich wollen und von welchen – vielleicht trügerischen – Gefühlen Sie geleitet werden. Lenken Sie die Gedanken von oft unrealistischen Wünschen auf das Jetzt: Nicht mehr spekulieren, was Sie gern hätten, sondern was Sie haben und worüber Sie sich freuen können.“ (BILD)

Wäre das eine Religionskritik à la Feuerbach: wir könnten die Lektüre Bischof Bedford-Strohm empfehlen. Nein, es geht um die Gemütsverfassung von Freiheitsberaubten, die mit einem neurotischen Defekt verglichen wird. Wer sein ursprüngliches Leben zurückhaben will, der leide an schwachen Selbstwertgefühlen. Der könne sich nicht begnügen mit einem Leben ohne verfassungsgemäße Würde. Der sei unfähig, sich mit seinem Kerker anzufreunden, den eine – limitierte? – Tyrannei zwangsweise verordnete.

Die Allianz aus BILD & Wissenschaft läutet das Ende der Demokratie ein. Freiheit ist geltungsbedürftig, das Leben in Ketten das eigentliche Sein – in Fremdbestimmung.

Schande, Schande: da capo al fine. Keine Konkurrenzgazette attackiert diese Vorbereitung auf Orbanismus. Kein Politiker erkennt die Entstellung von Freiheit in eine krankhafte Begierde. Fidelio, heute kämst du in die Psychiatrie:

CHOR DER GEFANGENEN
O welche Lust, in freier Luft
Den Atem leicht zu heben!
Nur hier, nur hier ist Leben!
Der Kerker eine Gruft.

Schande über eine Medizin, die vergessen hat, dass Freiheit ein therapeutischer Begriff ist. In Freiheit gesundet die Seele. Nein, nicht automatisch, in Freiheit kann sie es lernen. Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit sind Elemente des Gesunden. Noch immer ist der Begriff Gesundheit nicht rehabilitiert von Begriffsschändungen erbarmungsloser Übermenschen.

Demokratie ist die einzige Gemeinschaft, in der die Beteiligten zu Menschen gesunden können, damit sie andere Menschen nicht versklaven oder verstümmeln müssen. Wenn das Ich sich im Du erkennt: da ist Freiheit, da ist Humanität.

Um ihre körperliche Gesundheit zu retten, müssen die Menschen heute ihre seelische Autonomie in Gefahr bringen. Wie krank werden sie durch Isolation, durch die Unfähigkeit, einsam zu sein, durch Aggressionen auf engstem Raum? Es sind nicht mal die Maßnahmen, es ist der kaltschnäuzige Ton, mit dem die Maßnahmen den Menschen aufs Haupt geschlagen werden. Sie, die Mächtigen, verlieren keine Kontakte, sie isolieren sich nicht.

Alle TV-Nachrichten beginnen mit Drohzahlen, mit der anschwellenden Infektionskurve – nicht in sechs, sondern in 10 Tagen darf sich die Zahl der Infektiösen verdoppeln, dann dürfen wir auf die Gnade der Gefängniswärter hoffen –, mit der Zahl der Toten. Doch niemand weiß genau, woran ein alter Mensch wirklich starb. Die öffentlichen Zahlen stimmen nicht, sagt ein Statistiker. Die weitaus größere Zahl der Wiedergenesenen kommt an letzter Stelle. Die Medien gebärden sich wie Lord Garmadon, um den Untertanen das Grauen beizubringen.

Was wäre, wenn wir auf den Virus gar nicht reagiert hätten? Weil uns der Corona-Virus kalt gelassen hätte? Es hätte eine Grippewelle oder sonst eine kollektive Krankheit gegeben. Ja, wir hätten gelitten, aber die Zahl der Leidenden und Toten wäre womöglich niederer gewesen als die jetzigen Zahlen.

Wie groß ist die Zahl der jährlichen Verkehrstoten? Oder die Zahl der verzweifelten Selbsttöter, über die nicht berichtet werden darf, damit niemand auf falsche Gedanken kommt? Schlägt irgendjemand vor, die Autobahnen zu sperren, die fetten, stinkenden Panzerwagen zu verbieten, nur, um die Opfer der Raserei zu verhindern? Kommt irgendjemand auf die Idee, das Klimaproblem ernsthaft anzugehen, nur, um ein paar Milliarden Menschen zu retten?

Wie viele Menschen werden in Syrien durch Panzer und Flugzeuge ermordet? Wie viele Flüchtlinge verrecken im Mittelmeer? Kommt wegen dieser Peanuts irgendein Politiker auf die Idee, ernsthaft den Frieden zu wollen? Nein. Es muss der tägliche Nachweis erbracht werden, dass der Mensch eine Fehlkonstruktion der Evolution ist, der Heilande, Erlöser und Priester benötigt, auf dass er zum Himmel schreien kann: Erbarme dich unser.

Noch vor kurzem schallte es allüberall in den Gazetten: Entspannt euch, Geschichte wiederholt sich nicht. Inzwischen wiederholen sich die Ereignisse fast wie Dubletten.

Holländer werden plötzlich wieder calvinistische Kaufmänner genannt – fast wie im Ersten Weltkrieg.

Woher aber kam das Hauptübel? Aus den Tiefen Asiens. Jederzeit kann von dort die nächste Seuche kommen. Grund? Diese seltsamen Chinesen vergreifen sich an wilden Tieren, ohne deren Innenleben zu überprüfen.

Was geschah im Jahre 1240? „Der Einfall der Mongolen nach Westeuropa rief die Endzeit-Theologen auf den Plan. Tartaren hießen sie. Waren sie dem Tartarus entquollen, der Hölle? Erinnerte ihr anderer Name – Mongolen – nicht an Gog und Magog, die verlorenen jüdischen Stämme, die apokalyptischen Völker? Die Christen waren im ersten Schrecken bereit, die unheimlichen Fremden aus dem Osten mit den Endzeit-Völkern zu identifizieren. “ (J. Fried, Aufstieg aus dem Untergang)

Land im Osten: deutsche Heilande wollten den verseuchten Boden des Ostens von Bazillen reinigen, um das 1000-jährige Paradies für sich zu gewinnen.

Die globale Gegenwart ist vom kollektiven Wahn erfasst. Der Traum des unbesiegbaren Fortschritts ist gefährdet. Trumps Biblizisten sind überzeugt: der Herr kommt. Die Seuche ist nur ein Teil jener prophezeiten Verhängnisse:

„Heuschrecken, Wolkengebilde, aufflammende Sterne, doppelköpfige Schafe, zweileibige Schweine und Menschenkinder, Hagel und Stürme, Unwetter jeder Art, Pestilenzen, Krieg, Greueltaten: die Welt war erfüllt von Zeichen. Das Meer wird die Erde überfluten, Meer und Wasser werden brennen, Blutregen und Erdbeben werden die Welt aufwühlen, Berg und Tal verschwinden, Wahnsinn den Menschen ergreifen, Sterne vom Himmel fallen, Weltbrand wird Himmel und Erde vernichten.“ (ebenda)

Warum hasst Trump New York? Weil er und seine apokalyptischen Fanatiker alle Großstädte als Einfallstore des Antichrist betrachten, der sich im Zentrum des heidnischen Völkerparlaments der UN eingenistet hat als Kern der demokratischen Überheblichkeit, über sich selbst bestimmen zu wollen.

Deutsche Machteliten erlauben sich, ihre Untertanen zu verwirren – jeder verkündet was anderes, alle widersprechen sich –, und im technokratischen Ton zu reglementieren. Endlich haben sie die Legitimation, dank eines gottgesandten Virus aus den Tiefen Asiens ihre undankbaren Abhängigen an die Kette zu legen. Merkwürdig der forsche Ton von Oben, der erleichterte Ton von Unten.

Aus China kommt der Drachen, aus dem Osten kommt das Heil. Die Romantik schwelgte im Ausmalen der heiligen Ambiguität.

Warum hat man die Rettungsmaßnahmen den Deutschen nicht rechtzeitig unterbreitet, um sie debattieren und abstimmen zu lassen? Zeitdruck? Da lacht der Laie und der Fachmann krümmt sich:

„Seit Jahren warnten Experten die Politik vor Pandemien. Erstellten Notfall-Pläne, spielten die schlimmsten Szenarien durch, kalkulierten die Gefahren tödlicher Viren. UNVORSTELLBAR war, dass es in einem reichen, starken Land wie Deutschland am Nötigsten fehlen würde. Nun kämpfen Ärzte um Kittel, Pflegeheime um Desinfektionsmittel. In deutschen Krankenhäusern, die zu den modernsten der Welt gehören, sind seit Wochen die Atemschutzmasken knapp.“

Wie viele Pläne lagen in den Schubladen? Wie viele Vorläufer von Corona hatten die westlichen Staaten schon erlebt? Für solchen Vorsorgeklimbim hat eine exportorientierte Wettbewerbsgesellschaft keine Zeit. Der nächste BIP-Rekord wartet. Los, an die Maschinen und ranklotzen. Keine Vor-sorge, kein Nach-denken.

Die Finanzkrise wies den Weg. Die Gewaltigen dürfen die Welt in Trümmer legen, weil sie den Hals nicht voll kriegen. Keine Angst vor Strafen und Konsequenzen. Sie wissen: die Dummen und Schwachen werden alles ausbaden. Die Erwählten kommen reicher aus dem Verhängnis, als sie hineingingen.

Wie lautet das Krisenbewältigungsmotto des Wirtschaftsministers? Wir kommen klüger aus der Krise heraus als wir hineingingen. Also die nächste Krise, per favore. Ohne Schaden werden wir nicht klug. Schaden als Motivator des Fortschritts ist der höchste Wert aller abendländischen Werte. Durch Kreuz zur Krone. Stellt Kreuze auf in aller Welt, lasst die Seuchen los – und die Kreuze werden entscheiden, wer zur Auferstehung zugelassen wird. Spreu und Weizen müssen getrennt werden.

„Und es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie sie noch nie gewesen ist, seitdem irgendeine Nation entstand bis zu jener Zeit. Und in jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, den man im Buch aufgeschrieben findet. Und viele von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leben und die anderen zur Schande, zu ewigem Abscheu. Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsfeste; und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit gewiesen haben, leuchten wie die Sterne immer und ewig.“

In der Not zeigt sich erst der Mann. Frauen spielen keine Rolle. Es geht um den Mann der Wissenschaft, um die Clique der Kalten und Sachverständigen. Doch ach: da zeigen sich Risse an der Wand. Die Wissenden sind beleidigt. Wenn das tumbe Volk mit den Naturforschern weiter so umgeht wie bisher, werden die Priester des Wissens sich aus den Scharmützeln rausziehen.

„Ich sehe mich selber als Comicfigur gezeichnet und mir wird schlecht dabei.“ Er sei wütend darüber, wie hier Personen für ein Bild missbraucht würden, das Medien zeichnen wollten, um zu kontrastieren. „Das muss wirklich aufhören.“ „Wenn solche Dinge passieren, dann ist das für mich schon ein Signal dafür, nicht, dass wir nah an der Grenze sind, sondern, dass wir über eine Grenze von Vernunft schon lange hinaus sind in dieser mediengeführten öffentlichen Debatte. Und ich habe damit langsam wirklich ein Problem“, sagte Drosten. Man sei langsam an einem Punkt, „wo dann demnächst auch die Wissenschaft in geordneter Weise den Rückzug antreten muss, wenn das nicht aufhört“. Die Wissenschaft trifft laut Drosten keine politischen Entscheidungen, auch wenn sie Empfehlungen geben kann.“

Sprach wer? Der Star der Virologen, der das geneigte Ohr der Kanzlerin besaß. Nein, Wissenschaftler haben die Republik noch nicht in einen idealen Staat verwandelt, der von ihnen beherrscht wird. Sie sind nur Ratgeber – oder nicht?

Haben Politiker ihnen nicht klammheimlich das große Wort überlassen, um sich selbst aus dem Staub zu machen? Ist das nicht die bekannte Strategie der Kanzlerin?

In den Worten Drostens offenbart sich das Superioritätsdenken der abendländischen Wissenschaft, die sich mit Scharmützeln des Alltags nicht beschmutzen wollte. Doch, die Atomphysiker zuckten ein wenig, bevor sie nach Hiroshima munter in ihre Labore zurückkehrten.

30 Jahre später erwachten die ersten Ökologen und warnten die Menschheit vor den Folgen ihrer Naturverwüstung. Da war Power, da war Leidenschaft. Spätestens mit Beginn des Neoliberalismus war alles vorbei. Die Warner hätten dauerhaft politisch werden, sich in die Niederungen des politischen Gerangels herablassen müssen. Ihr Augenblick ging vorbei. Sie verschwanden in den Katakomben – der militärisch-technischen Komplexe.

Als Silicon Valley den Laden übernahm, hatten die digitalen Genies nicht die geringsten Skrupel, als Ziel ihrer algorithmischen Macht politische Gebilde à la 1984 an den Horizont zu projizieren.

Kein Muckser im Westen. Alle lagen in demütigem Staunen auf den Knien. Ob heute zwei Wochen oder Monate ausreichen werden, um die Grenzenlosen auf den Boden der Demokratie zu bringen? Ein winziges, fast unsichtbares, feurig-stachliches Kugelgebilde schafft es mit links, die Träume der neuen Welterbauer platzen zu lassen.

Sind Wissenschaftler keine Demokraten? Sind sie Heilsmänner, denen man den roten Teppich ausrollen muss? Die man wie Ausnahmegestalten in Watte packen muss? Glaubte Drosten, die Gesetze der ach so schmutzigen Volksherrschaft gelten für ihn nicht?

Die Arroganz der Experten ist schier unglaublich. Am Ende droht der Hohepriester des Wissens noch mit beleidigtem Rückzug in den Kristallpalast der Eingeweihten. Soll die Menschheit doch drauf gehen. Was schert ihn das, der in allen Regimes begehrt ist? Selbst in das totalitäre China gehen die Stars der Wissenschaft. Hauptsache: sie können forschen. Mit Politik haben sie nichts am Hut.

Fehlt noch jemand? Tatsächlich, beinahe hätten wir sie vergessen. Warum fiel uns nicht auf, dass sie sich wieder mal so lange vertreten ließ? So lange, bis ihre Sprachrohre verschlissen waren, sodass sie wieder wie ein Engel des Herrn ihre Botschaft ans Volk richten kann? Wieso fiel niemandem auf, dass sie in Quarantäne war? Weil sie immer in Quarantäne lebt: in Quarantäne der Schweigsamkeit. Oder der Stummheit? Sie ist wie Mose, ihr großes Vorbild: ihr gebricht das Wort, sie hat eine schwere Zunge. Nein, nicht im Alltäglichen. Sondern im Verstehen und Erklären dessen, was vorgeht in der Welt. Dass sie ihrem Volk darlegen könnte, wie alles kam, was gekommen ist. Da fehlt ihr alles.

Sie spricht nicht mit ihrem Volk. Denn wenn sie spricht, predigt sie. Schon vorher muss eine erwartungsvolle Spannung aufgebaut werden. Die Rede muss feierlich wirken. Ihre Sprache muss die Schlichtheit ihres Heilands haben. Die Weisheit der Welt ist Torheit vor Gott, die Weisheit der Erleuchteten Torheit für die Welt.

Wie lautet der Lieblingssatz der Edelschreiber? „Im kleinen Kreis pflegt sie zu sagen …“. Im kleinen Kreis zeigt sie ihren ach so überraschenden Charme. Hätte man von einer Ossi-Lutheranerin gar nicht erwartet. Die akkurat zusammengestellten „kleinen Kreise“ sind Brutstätten atmosphärischer Korruption, wo die Ausgesuchten sorgfältig auf die Kanzlerin eingestellt werden.

In der Krise zeigt sich: Deutschland ist eine Mogelpackung. Geht’s ans Eingemachte, schwimmt der faulige Untergrund der Demokratie davon. Die Symbiose Deutschland & Kanzlerin ist dabei, sich in eine gefühlte Theokratie zu verwandeln.

Wenn eine Regierungschefin über viele Jahre den Verfall ihrer Republik in sämtlichen Dimensionen zu verantworten hat, wenn sie nichts zustande bringt außer Wurschteln as usual, wenn sie keine Fehler begeht, aber für alle Fortschritte zuständig ist: dann ist sie was? Dann ist sie immun. Immunität ist, in frommer Sprache: Heiligkeit.

Deutschland dito. Das Land will an nichts in der Welt schuldig sein, aber überall die Nase vorne haben. Dazu benötigen die Deutschen eine charismatische Führungskraft, die just diese Fähigkeiten mitbringt.  Deutschland und Kanzlerin: ein unschlagbares Duo triumphans, Inbegriff der ecclesia triumphans.

Die einstigen Messiasse der Welt haben ihre Instrumente gewechselt, ihre Masken getauscht. Doch noch immer gilt, was sie dem „Narzisst“ Trump vorwerfen: erst sie, dann wieder sie – dann alle anderen.

In der Regierungszeit der idolisierten Kanzlerin geriet das Überleben der Welt in Gefahr, der Westen zerbrach, die demokratischen Werte zerbrachen: Europa steht kurz vor dem Exitus. Doch Wunder aller Wunder: der Engel des Herrn ist an allem unschuldig. Die Deutschen sind schuldig an nichts.

Nur das böse Europa sieht das anders. Die Nachbarn und Rivalen, die sich als Freunde einschmeichelten, um an den Schatz der Nibelungen zu gelangen, bersten vor Neid auf die Neugermanen, die vor kurzem noch Verlierer und Verbrecher der Welt waren:

Bitter: In Italien, wo die Seuche derzeit am tödlichsten wütet, werden derzeit anti-deutsche Ressentiments geschürt: Obwohl Deutschland inzwischen 73 Intensiv-Betten für Corona-Patienten aus Italien zur Verfügung gestellt hat und sich keineswegs kategorisch gegen Milliardenhilfen für die am härtesten getroffenen Länder sperrt (die EU-Finanzminister verhandeln darüber am 7. April), steht die Bundesregierung in Teilen der italienischen Politik und der Medien am Pranger – für angeblichen Geiz.“ (Springer I)

„Zwei Weltkriege habe Deutschland vom Zaun gebrochen und sechs Millionen Juden umgebracht, „und noch immer halten sich die Deutschen für eine überlegene Rasse“, wetterte Solenghi in jenem Video, das auf unzähligen Medienseiten des Landes verbreitet wurde. „Ich möchte euch Deutsche daran erinnern, wenn die internationale Gemeinschaft nach dem Zweiten Weltkrieg Wiedergutmachung verlangt hätte für die wirklichen Schäden, die Deutschland angerichtet hat, dann würden die Deutschen heute alle in Favelas leben“, so der Komiker.“ Wie geht die deutsche Presse damit um? „Plötzlich sind die alt eingefahrenen Argumentationsmuster wieder da über die angeblich herzlosen Nordeuropäer, die Italien im Stich lassen. Und damit auch der Hass auf die Deutschen und deren angebliches „Diktat“ über Europa.“ (Springer II)

„Die Deutschen halten sich noch immer für eine überlegene Rasse“. (Springer II)

An allem sind die andern schuld, die heute ihre uralten Vorurteile aus dem Köcher ziehen. Was kann das ungeliebte Germanien dafür, dass es so tüchtig ist?

Deutschland im freien Fall. Corona bringt es an den Tag.

Fortsetzung folgt.