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Ernst Cassirer – Philosophie der symbolischen Formen

    Ernst CassirerPhilosophie der symbolischen Formen II: Das mythische Denken Der zweite Teil der „Philosophie der symbolischen Formen“ beschäftigt sich mit der philosophischen Analyse der Form des Mythos vom Standpunkt des Systems der geistigen Ausdrucksformen aus. Im Gegensatz zu dem verbreiteten Vorurteil der objektiven Nichtigkeit und somit Irrelevanz für die Philosophie kommt dem Mythos […]

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Buch Galahad – Mütter und Amazonen

  Galahad, Sir: Mütter und Amazonen. Liebe und Macht im Frauenreich. Frankfurt/M , Berlin : Ullstein Verlag, 1987. ISBN: 3548343848 Am Anfang war die Frau. Der Mann erscheint erstmalig in Sohnesgestalt, als das biologisch Jüngere und Spätere. Von den beiden geheimnisvollen Grundformen, in denen das Lebendige, bald hadernd verschlungen, bald sehnsuchtsvoll entzweit, durch die Zeit […]

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Sonntag, 25. September 2011 – Magna Mater

Hello, Freunde der magna Mater,

den Anfang hat der Mann erfunden, um sich als Ursache zu setzen und die große Mutter zu vertreiben. Seitdem versucht er, die Frau überflüssig zu machen und Leben aus Kopf und Retorte hervor zu zaubern. Natur (von nasci = geboren werden) bedeutet, Leben hervorbringen, gebären, die Gattung durch Fortpflanzen erhalten. Am Anfang war kein Mann, der die Welt erschaffen hat. Das wäre, als hätte das Kind die Mutter geboren: ein infantiler Allmachtstraum.

Aus dem Reichtum des Vorhandenen schöpft der Mann nur den Schaum ab, variiert ihn in Winzigkeiten und erhebt seine gewaltige Creation zur zweiten, besseren Schöpfung. Die Erschleichung nennt der Schaumschläger: Erlösungsreligion. Erlösung ist eine zweite Schöpfung, die den Makel der ersten beheben soll. Die zweite Chance des Mannes, den Bankrott seiner ersten Produktion auszugleichen. „Ich will hinfort nicht mehr die Erde um der Menschen willen verfluchen. Ich will hinfort nicht mehr schlagen, was da lebt, wie ich getan habe.“ (Allmacht, Anfang und Werk missglückt. Zweiter Anfang, resignierte Absegnung des missglückten Schöpfungswerkes: ER kanns nicht besser. Der erste Blick auf das Schöpfungswerk war Rausch und Selbstvergötzung: „Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ ( Altes Testament > 1. Mose 6,6 / http://www.way2god.org/de/bibel/1_mose/6/“ href=“http://www.way2god.org/de/bibel/1_mose/6/“>1. Mose 6,6) Hinfort muss sich Schöpferlein mit seinem Pfusch begnügen, den er eines unbestimmten Tages perfektionieren will. Die Zeit

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Freitag, 23. September 2011 – Papstrede

Hello, Freunde des Numinosen,

oder des Religiösen. Nichts, was mich weniger interessierte, als ein Papstbesuch: so viele Freiburger, die sich am Schwulenstand vorbeimogeln wollten. Erst bei Nennung verschiedener Gründe hielten sie an, dachten kurz nach – und unterschrieben. Was gehen mich innerkirchliche Menschenrechtsverletzungen an, sagt geistesabwesend der Sohn des frommen Martin Walser: Jakob Augstein. Als ob Glaube mit Politik hierzulande nichts zu tun hätte.

Prantl zeigt unverhüllt seine angegriffene Ministrantenseele und beschuldigt just jene der Intoleranz, die die päpstliche Intoleranz angreifen. „Ihr seid noch schlimmer, als diejenigen, die ihr angreift“, zischten die giftigsten Papisten am Stand. Auf dieses Niveau hat sich der fromme Paradejurist herabgelassen: Die Kraft der Kirche zeige sich am Maß des Widerstands gegen die Kirche.

Die Kirche lebt demnach von ihren Gegnern. Gäbe es keinen Gegenwind, wären die Schäfchen schon über alle Berge. Nietzsche warf Luther vor, mit der Reformation das Christentum im Allgemeinen und das katholische im Besonderen erst gerettet zu haben. Das römische Papsttum sei schon längst zu einem heidnischen Sündenpfuhl jenseits von Gut und Böse gediehen gewesen. Erst Luthers deutsche Zurückgebliebenheit habe Rom den Glauben zurückgebracht. Der Reformation folgte prompt die vatikanische Gegenreformation, die dem zentralistischen Verein das erstarrte Mittelalter zurück- und die fanatischen Jesuiten ein-brachte. Bei den deutschen Juden nicht anders: erst ihre Schergen haben den längst Eingedeutschten ihr verschüttetes Judentum zurückgebracht und den Überlebenden zum Staate Israel und zu ihrer jetzigen Weltmacht verholfen. Strategisch ist es immer eine Überlegung wert, ob man mit Gegenwind dem Gegner eher nützt als ihm ein blaues Auge zu verpassen.

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Donnerstag, 22. September 2011 – Kamel, Löwe, Kind

Hello, Freunde der Parallelgesellschaften,

den Gastarbeitern wirft man Absonderung vor, sie würden sich in parallelen Nischen vom Rest der Gesellschaft absentieren. Für die Mehrheit der Eingewanderten ist das Unsinn, ihr bunteres Lebensgefühl versuchen sie in Einklang mit dem hiesigen Rechtsstaat zu bringen. Und das überraschend gut, wie die Praxis in der zweiten und dritten Generation beweist.

Natürlich gibt es auch Stinkstiefel unter ihnen, die dem verlotterteren und ungläubigen Westen die Mekkapeitsche zeigen wollen. Nehmt alles in allem, war die Eingliederung anatolischer Türken in Germanien kein Fehlschlag, im Vergleich zu anderen europäischen Staaten sogar ein Erfolg. Allerdings nur in der Praxis, die Theorie des Zusammenlebens von dogmatisch Unduldsamen lässt zu wünschen übrig.

Xenophobiker schauen auf den Buchstaben der fremden heiligen Schriften und befinden auf Unverträglichkeit. Wer Moses anhängt, kann nicht mit Jesus, wer Jesus, nicht mit Mohammed in Einklang leben. Jeder Erlöser besteht auf Unterwerfung des ganzen Menschen, Kompromisse unter Unfehlbaren gibt es nicht. Theoretisch haben sie Recht.

Doch es ist wie mit den Kindern in der Schule. Erstaunlich, wie viele trotz miserabler Erfahrungen mit Paukern und Penne als halbwegs intakte Menschen davongekommen sind. Zumeist waren Menschen, die mitten im Leben stehen, besser und humaner als die Doktrinen ihrer abgehobenen Gurus und Scharfmacher.

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Ältere Tagesmails siehe Mail-Archiv

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Mittwoch, 21. September 2011 – Fehlendes Matriarchat der Linken

Hello, Freunde von Deschner,

hab ich je einen Kommentar von Papst-Killer Deschner in einer Gazette gelesen? Jetzt zum ersten Mal in der FR: über einen unfehlbaren Deutschen, der einen unfehlbaren Vorgänger und Hitler-Fan zum Heiligen küren will. Auch Mussolinis Giftgas- und Flammenwerferangriff auf Abessinien fand jener richtig cool. So müssten geile Missionierungen aussehen. Ein solcher Giftmolch muss heilig gesprochen werden. Zur Strafe, denn im Himmel ists öde und langweilig.

Und worüber schreibt elder statesman Semler in der TAZ, wenn der Heiligenmacher ante portas steht? Über das legendäre religionskritische Werk eines Anonymus über die drei Betrüger Moses, Jesus und Mohammed. Sollte eigentlich verboten werden. Könnte die religiösen Gefühle von BILD, WELT, vor allem von führenden Protestanten verletzen. Die erwarten sich am meisten von Josef Benedikt: religiöse Zeichen und lutherische Anregungen. Hier müsste sich der Wittenberger im Grabe umdrehen, wenn er seine degenerierten Erben agieren sähe.

Am liebsten würden sich die Protestanten unter die Soutane des Weltpopen Nr. 1 flüchten, soviel Macht und devote Ergebenheit gläubiger Untertanen macht neidisch. Die katholische Kirche bringt das Kunststück fertig – oder ist es ein permanentes Wunder? –, bei davonlaufendem Publikum immer mächtiger zu werden. Sie wird am mächtigsten sein, wenn der Stellvertreter Gottes wie Kevin allein im Vatikan übrig bleibt.

Zum ersten Mal in der Nachkriegszeit, dass die Fluchtquote der katholischen Schäfchen die der evangelischen übertrifft.

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Samstag, 03. September 2011 – Holocaust und Abendmahl

Hello, Freunde der englischen Jugendlichen,

in den Medien werden sie Ungeziefer genannt. Hier endlich einmal das Gespräch mit einer Frau, die sich um diese Kids kümmert und verschiedene Tätergruppen unterscheiden kann. Interessant, dass die Medien nur den Raub teurer Fernseher und Markenturnschuhe meldeten, nicht den von Babymilch oder Windeln. Sonst hätten sie fragen müssen: warum müssen in einem reichen Land Lebensmittel gestohlen werden?

Wer hat gewusst, dass teure Markenartikel die Stehler vor Angriffen bewahren? Jeder vermutet richtig, dass die teuren Konsumprodukte geklaut sind und die Täter ergo von einflussreichen Gangs oder Drogendealern geschützt sein müssen. Es ist wie im wahren Leben. Wer im teuren Mercedes-Cabrio mit offenem Verdeck und plärrender Musik durch die Stadt paradiert, darf sich auch geschützt fühlen – durch die Tycoonregeln des Kapitalismus.

Vom Ungeziefer zum basalen Bösen. Sind Breivik & Co Verkörperungen des Bösen? Für einen Gerichtsgutachter gibt’s diese theologische Kategorie nicht. Er will den Täter verstehen, nicht ohne eine gewisse Basissympathie für den Übeltäter. Denn ganz ohne Empathie ginge dieses schwierige Geschäft nicht, sagt ein forensischer Gutachter in der TAZ. Auch Verbrecher hätten eine Würde. Ob man Leute wie Broder als geistige Brandstifter der Taten Breiviks benennen könne? Das sei Unsinn, behauptet der Psychiater, 

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Sonntag, 04. September 2011 – Ewiger Holocaust

Hello, Freunde Angies,

die Kanzlerin hat alle Termine abgesagt. Ihr Vater darf nun schauen, was er immer geglaubt. Eine ungewöhnliche Biografie, ein harter Mann. Früh aus Überzeugung in die DDR gezogen, angeblich, um den Atheisten das Evangelium zu predigen. War er Sozialist? Er verteidigte meist die offizielle SED-Linie gegen die BRD, doch den Genossen galt er als Gegner. Zwischen allen Stühlen wollte er offenbar unbeugsamer Lutheraner sein.

Die älteste Tochter Angela Dorothea (= das engelgleiche Gottesgeschenk) konnte nicht mit dem emotional unzugänglichen, ständig abwesenden Pray-aholic. Was auf Gegenseitigkeit beruhte. Angie, die noch zwei jüngere Geschwister hat, hielt sich an Mami, die zu Hause gebliebene Sprachlehrerin. Mit der CDU konnte der alte Kasner (Vater von Merkel) sich nie anfreunden.

Im Grunde läuft die Pastorentochter auf den Spuren des ungeliebten Vaters: gleich weit entfernt von allen erkennbaren Positionen ergibt noch lange keine eigene Position. Mit dem Rechenschieber sich von allem distanzieren, in der Hoffnung, Gottes Auge ruht auf dem Nichtfeststellbaren, ist noch immer die tief eingekerbte Haltung untertäniger Protestanten: cujus regio, ejus religio, wessen das Land, dessen die Religion: eine willkürlich wechselnde Tagespolitik, die Angie perfekt beherrscht, aber niemand mehr versteht. An die Stelle der zufällig herrschenden regio hat Angie die launische Demoskopie gesetzt. Wie sie zwischen

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Montag, 05. September 2011 – Ku Hung Ming

Hello, Freunde der SPD,

nun sollen sie schon dabei sein, in Berlin die zukünftigen Chefsessel zu verteilen, die Rot-Grünen. In einer großen Koalition hat die SPD in Meckpomm die Schwarzen derart an die Brust genommen, dass denen die Luft ausging. Die Grünen haben den Sprung in den Landtag geschafft. Nun sind wir in allen deutschen Landtagen vertreten, jubelte Claudia Roth.

Rösler hat nicht geliefert, wie lange dauert es, bis er geliefert ist? Seine überflüssige Apotheker- und Hotelservicetruppe ist spurlos im Watt verschwunden. Was ist aus dem stolzen Liberalismus geworden?

Da gibt es einen chinesischen Philosophen namens Ku Hung Ming, der vor etwa 100 Jahren als einer der Ersten die europäische Kultur studierte und ein ausgezeichnetes Buch über die Beziehungen zwischen dem damals daniederliegenden Reich der Mitte und dem auftrumpfenden Westen schrieb. Titel: „Chinas Verteidigung gegen europäische Ideen“, ein überaus kompetenter Beitrag zur Verständigung zwischen der ältesten und der aggressivsten Kultur der Welt. (Ku Hung Ming)

Seinen Namen fand ich bei Löwith, der Verfasser war im Dialog mit den bekanntesten Intellektuellen des damaligen Europa. Man höre, wie der hochgelehrte Mann den Verfall des Liberalismus in wenigen Sätzen auf den Punkt brachte. Der Liberalismus des heutigen Europas (= 1917) scheine eine Oligarchie gesättigter Einzelner geworden zu sein, schreibt er. „Der Liberalismus des 18. Jahrhunderts hatte Kultur, der Liberalismus von heute hat seine Kultur verloren. Der Liberalismus der Vergangenheit las Bücher und verstand Ideen, der moderne liest höchstens Zeitungen und benutzt die großen liberalen Phrasen der Vergangenheit als Schlagworte für seine selbstischen Interessen. Der Liberalismus des 18. Jahrhunderts focht für Recht und Gerechtigkeit, der Pseudoliberalismus von heute ficht für Rechte und Handelsprivilegien. Der Liberalismus der Vergangenheit kämpfte für die Sache der Menschheit, der Pseudoliberalismus von heute sucht die investierten Interessen von Kapitalisten und Finanzleuten zu fördern.“

Ku Hung Ming kritisiert nach innen und außen.

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