Philosophische Tagesmails

Sofort, Hier und Jetzt XXXIV

Tagesmail - Freitag, den 02. November 2018

Sofort, Hier und Jetzt XXXIV,

„Besser ist es, in der Hölle zu herrschen, als im Himmel zu dienen." (Milton)

Spätestens am Dienstag werden wir keine Illusionen mehr haben, ob Trump nur ein kleiner Unfall Amerikas war. Oder ob der westliche Zug sich allmählich aller humanen Ziele entschlagen und in Richtung Hölle fahren wird. Dann hätte er lange genug dem „Himmel“ in Knechtschaft gedient und wäre fortan bestrebt, lieber in höllischer Freiheit das Unmenschliche zu tun, als sich dem Guten charakterlos zu unterwerfen.

John Miltons Satz ist das Motto Steve Bannons, der die westliche Rechte einigen und für den Endkampf mit China und Russland rüsten will. Mehr als ein halbes Jahrhundert himmlische Nachkriegs-Verhältnisse, die nichts anderes waren als zunehmend gottfern-humane: das reichte den amerikanischen Frommen endgültig. Solange sie auf der siegreichen Seite waren, haben sie ihr Misstrauen gegen die aufkommende Vernunft unterdrückt. Seitdem es abwärts geht mit der american glory, werden der sündigen, undankbaren Welt uralte unabgegoltene Rechnungen präsentiert.

Deutschland, in der Wüste des Wohlstands orientierungslos umherirrend, wird dem überseeischen Mose die Gefolgschaft nicht verweigern – obgleich es sich dem amerikanischen Biblizismus überlegen fühlt. Wie könnte das Land uralten Mythen folgen, wenn es dieselben längst überwunden hat?

Das ist der Fluch der Verschmelzung zweier unverträglicher Kulturen oder: der erzwungenen Synthese aus Heiligem und Rationalem. Wenn Himmel zum autonomen Guten wird, kann der Protest gegen himmlische Despotie sich als Empörung gegen die irdische Vernunft darstellen – und damit missverstehen.

In theologischen Metaphern: Wohin steuert die christliche Weltpolitik? Folgt sie den Fußstapfen des Herrn – oder denen des Teufels? Des Herrn, den sie mit dem ...

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Sofort, Hier und Jetzt XXXIII

Tagesmail - Mittwoch, den 31. Oktober 2018

Sofort, Hier und Jetzt XXXIII,

„Abschied in Würde“ hieß einst: Im Felde unbesiegt. Eine deutsche Heldin lässt sich von schnöden Wahlen nicht davonjagen. Sie geht von selbst, indem sie ihren Kursverfall in den Triumph einer einsamen Siegerin verwandelt: ihr jagt mich nicht davon. Selbstbestimmung gibt es im kapitalistischen Leben nicht, der Abgang aber muss autonom sein. Früher hieß dies: mit entblößtem Haupt vor Gott.

Schon jetzt beginnt sich die postmortale Stimmung eines Muttermords auszubreiten, nur dürftig überdeckt durch die Hektik prophetischer Zukunftsspiele.

„So viele Nachfolge-Kandidaten in der CDU, das hat es noch nie gegeben. Ja, das nennt man Demokratie.“ Tatsächlich, für den Hauch eines Augenblicks wurde sie gesichtet: die seltsame Demokratie. Was reichen muss für die nächsten Jahre. Mit Demokratie sollte man nicht übertreiben. In die raunenden Schwatzrunden werden bewährte alte Granden eingeladen, um den seltenen Schicksalsmoment auszuzeichnen. In der Phönix-Runde saßen Michael Stürmer und Ullrich Deppendorf.

Zum heroischen Abgang die heroischen Worte:

„Das Bild, das die Regierung abgibt, ist inakzeptabel. Die Sacharbeit hatte keine Chance, wahrgenommen zu werden. Ich wurde nicht als Kanzlerin geboren – und das habe ich nie vergessen.“

Das wäre ja elitärster Rassismus: als Kanzlerin geboren werden. Was dementiert sie da, was niemand behauptet hat? Der amerikanische Traum wurde Realität im vereinigten Deutschland: selbst fromme Ossi-Mädchen können, mit Gottes Hilfe, im Wessi-Kapitalismus etwas werden.

Doch an ihrer einmaligen Erfolgspolitik lässt sie keinen Zweifel: das Bild der Regierung ist inakzeptabel, nicht die Wirklichkeit derselben. Die Sacharbeit hatte ...

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Sofort, Hier und Jetzt XXXII

Tagesmail - Montag, den 29. Oktober 2018

Sofort, Hier und Jetzt XXXII,

als Denis Yücel in der Türkei gefangen genommen wurde, war der Protest der deutschen Medien einhellig. Jetzt soll der türkische Regierungskritiker und Journalist Adil Yigit, der seit 36 Jahren in Deutschland lebt, ausgewiesen werden: kein nennenswerter Protest bei den Gazetten.

Merkel braucht das Wohlwollen Erdogans, um den Deutschen Millionen von Flüchtlingen vom Leibe zu halten. In ihrer politischen Verfallszeit schreckt sie nicht mehr vor Säuberungsmaßnahmen autokratischer Regimes zurück. Wenn Macht schwindet, wird sie erst recht gefährlich.

„Der Journalist führt die Entscheidung auf seine prominente Protestaktion während einer Pressekonferenz des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und Kanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt Ende September zurück. Damals trug der in Hamburg lebende Yigit ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift "Gazetecilere Özgürlük – Freiheit für Journalisten in der Türkei". Als es zu Unruhe kam, griffen deutsche Sicherheitskräfte ein und brachten Yigit aus dem Saal. Erdogan lächelte. „Das hängt zusammen, anders kann es garnicht sein", sagte Yigit, der eigenen Angaben zufolge seit 36 Jahren in Deutschland lebt. Schon im vergangenen Jahr lag bereits einmal ein entsprechender Bescheid vor. Aber der Chef der Hamburger Ausländerbehörde habe ihm versprochen, man werde schon eine Lösung finden. Als Gründe für die Ausweisung gebe die Behörde an, dass er nicht erwerbstätig sei und nicht bei seinen Kindern lebe.“ (SPIEGEL.de)

Ist es ein Verbrechen gegen den Kapitalismus, nicht erwerbstätig zu sein und sich nur aus lohnunabhängigen Motiven für Demokratie einzusetzen? Alle Väter seien gewarnt, die nicht bei ihren Kindern leben. Das ist Merkels neue Nächstenliebe: einmal eine gute Tat, danach 99 schlechte.

Je mehr die Trumps und Bolsonaros sich durchsetzen und der Westen sich zu einem theokratischen Block zurückbildet, je mehr werden urdemokratische Freiheitsrechte geschleift. Je mehr starke Männer das Kommando in der Welt übernehmen, umso ...

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Sofort, Hier und Jetzt XXXI

Tagesmail - Freitag, den 26. Oktober 2018

Sofort, Hier und Jetzt XXXI,

bei Maischberger saß ein 17-jähriger Jugendlicher, der die ungewöhnliche Leistung vollbracht hatte, als 11-Jähriger seiner chronisch-armen Hartz4-Familie zu entrinnen und seine Vergangenheit so zu bewältigen, dass er demnächst das Abitur machen wird – um in Harvard zu studieren. Seinen Werdegang konnte er so plastisch schildern, dass die Runde ihm gebannt zuhörte.

Doch niemand der anwesenden Experten fühlte sich angeregt, auf seine Lernerfahrungen einzugehen, um die Frage nach der Armut nicht nur aus Perspektive der Zahlen zu beleuchten. Wie fühlt sich ein Kind, das in einer armen Familie aufwachsen muss? Welche Blockaden muss es überwinden, um seinen angeborenen Genen, seiner von Natur-aus-vererbten Faulheit und Renitenz gegen die Gesellschaft zu entrinnen? Bestätigte die Leistung des Jeremias Thiel nicht die Meinung der Förderer und Forderer: jeder hat die Chance, seinem Elend zu entkommen und aufzusteigen, wenn er nur will?

„Mir bricht das Herz, wenn ich an meinen Zwillingsbruder denke, der die Flucht nicht geschafft hat und noch heute die Eltern nicht verlassen darf“, sagte Jeremias. Niemand fragte ihn: warum hast du es geschafft, warum nicht dein Zwillingsbruder?

Für Sahra Wagenknecht, bekehrte Marxistin, ist die introspektive Sicht auf das Leben ein Fast-Nichts oder eine Black Box des Bewusstseins, das mit dem Sein nichts zu tun hat.

Für Rainer Hank, gelerntem Theologen und gottesfürchtigem Neoliberalen, ist Armut – getreu dem Gnadendenken seines Lehrers Hayek – jener selbstverschuldete Zustand, der zu Recht mit Ausschluss aus der ehrenwerten Gesellschaft bestraft wird. Der Staat hat keinerlei Verpflichtungen gegen solche Parasiten – außer, sie vor dem ...

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Sofort, Hier und Jetzt XXX

Tagesmail - Mittwoch, den 24. Oktober 2018

Sofort, Hier und Jetzt XXX,

„«Wir sind nun einmal Tiere, in der Evolution entstanden durch die brachialen Kräfte der Selektion», so beschreibt es Gijsbert Stoet, Psychologieprofessor an der britischen Leeds-Beckett-Universität. In der Steinzeit habe es sich «für Männer ausgezahlt, Jäger zu sein, und für Frauen, sich um die Babys zu kümmern». Die Natur habe einige der dafür benötigten Fertigkeiten in die Hardware unseres Gehirns geschrieben; das könne man «nicht so leicht ändern»." (SPIEGEL.de)

Es gibt Wissenschaften, die man längst als Parasitenwissenschaften bezeichnen müsste. Sie klammern sich an ihre akademischen Pfründe, indem sie nichts anderes tun, als sich für überflüssig zu erklären. Zu ihnen zählen die meisten “Geistes“-Wissenschaften, die sich als verkappte Naturwissenschaften betätigen. Ein Psychologieprofessor verneint die Mühe, die menschliche Psyche formen oder erziehen zu können und propagiert die Unveränderlichkeit einer evolutionären Selektionsbiologie.

Marx, im politischen Leben gescheitert, triumphiert im Tempel der Wissenschaften. Das Sein, die Evolution, die Gene, die biologische Ausstattung bestimmen das Bewusstsein, die Psyche, den Geist des Menschen, mit dem er sich, nein, nicht über die Natur erheben, sondern im Rahmen der Natur seine Lebensvorstellungen realisieren kann.

Wenn Geisteswissenschaftler Harakiri begehen, haben auch Naturwissenschaftler keine Hemmungen, ihnen mitleidig zu assistieren. Sie erweitern ihren Herrschaftsbereich über die Schwätzerwissenschaften (talking sciences) und geben ihnen den Gnadenstoß:

„Was unser Gehirn tut und unterlässt, wann es in Aktion tritt oder reagiert und auf welche Weise, wie es eine Situation, eine Entwicklung, einen Zustand bewertet – all das macht die Persönlichkeit aus. Menschen sind in dieser Hinsicht überaus ...

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Sofort, Hier und Jetzt XXIX

Tagesmail - Montag, den 22. Oktober 2018

Sofort, Hier und Jetzt XXIX,

im Finale des Geschlechterkampfes um die Weltherrschaft stehen Milliarden Vulven bereit, um Milliarden Schlappschwänze in die Flucht zu schlagen. Eine Vulva hat Lippen, Schamlippen, hinter denen die Männer grausame Zähne vermuten, die sie zermalmen und – wegen Ungenießbarkeit – ausspucken werden.

Der einen Utopie ist der anderen Dystopie, um die Begriffe Himmel und Hölle dezent zu vermeiden. Das wird nichts mehr mit einem geschlechterübergreifenden Snoezelen am Ende der Geschichte – das ohnehin abgesagt wurde.

Snoezelen? „Das Wort kommt aus den Niederlanden, eine Mischung aus dösen und kuscheln. Ein weißer Raum mit sanft wechselndem Licht. Entspannte Musik und Kuschelkissen.“

Mittelalterliche Kleriker, hervorragende Experten der Vulva, verglichen die weibliche Lustpforte mit dem “gähnenden Schlund der Hölle“, weshalb sie den technischen Fortschritt erfanden, der das Weibliche aus der Evolution verbannen wird. Dabei kannten sie die Vulva noch gar nicht. Evolutionsforscher fanden sie erst vor kurzem auf wagemutigen Expeditionen: geschickt versteckt hinter schambehaarten Scheiden-Eingängen. In Simone de Beauvoirs Feministenkatechismus „Das andere Geschlecht“ suchst Du das Wort vergeblich.

Scheide? „Schmale, längliche, der Form der jeweiligen Klinge angepasste Hülse aus festem Material, in die eine Hieb- oder Stichwaffe bis zum Knauf hineingesteckt wird.“

„Drei Dinge sind unersättlich: die Wüste, das Grab und die Scheide der Frau“, predigen heilige Männer. Mund und Vulva werden von Männern gleichgestellt, weshalb die verführerischen Lippen der Frau bedeckt werden müssen.

Solche Bedeckungen sind natürlich rückständig. Moderne Frauen brauchen keine Burkas, um ihren unwiderstehlichen Liebreiz gierigen Männerblicken zu ...

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Sofort, Hier und Jetzt XXVIII

Tagesmail - Freitag, den 19. Oktober 2018

Sofort, Hier und Jetzt XXVIII,

Sprache ist das Gedächtnis der Erfahrung. Regelmäßig stürzt die gottgewordene Moderne den babylonischen Turm, das Archiv ihrer Erfahrung, um ihre Sprache zu löschen und eine neue zu erfinden. Sie will tabula rasa herstellen, um von ihrer Biografie nicht befleckt zu werden.

Die von allen Erfahrungen gereinigte Tafel entspricht dem Orwell‘schen Wahrheitsministerium, das den Menschen von den Sünden der Vergangenheit befreit und in den Zustand der Unschuld zurückversetzt, um mit totalitären Wahrheiten neu beschriftet zu werden.

Wer die Macht besitzt, die Urschrift der Erfahrung mit neuer Schrift zu überdecken, muss nicht mehr zur ordinären Lüge greifen, um Unwahrheiten in die Welt zu setzen.

Das Ministerium der Wahrheit entspricht dem zürnenden Gott, der den babylonischen Turm zerstörte, indem er die Sprache der Menschen verwirrte.

„Dieses Ministerium befasst sich mit der Vergangenheit beziehungsweise mit deren ständiger Manipulation. Sämtliche Bücher, Filme, Schriften, Zeitungen, Tonaufnahmen etc. aus vergangener Zeit werden hier ständig revidiert und an die aktuelle Linie der Partei angepasst, sodass laut allen Aufzeichnungen, die existieren, die Partei immer recht hat und immer recht gehabt hat. „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten – dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit. Wer die Macht über die Geschichte hat, hat auch Macht über Gegenwart und Zukunft.“

Trump versucht es noch auf die altmodische Art: er lügt, dass jeder es merken kann, der es merken will. Die modernen Beherrscher der Sprache und des Fortschritts machen es geschickter. Unauffällig verändern sie die Sprache, ersetzen klare ...

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Sofort, Hier und Jetzt XXVII

Tagesmail - Mittwoch, den 17. Oktober 2018

Sofort, Hier und Jetzt XXVII,

„Wenn die liberalen Demokratien es nicht schaffen, die Menschenwürde wieder umfassend zu begreifen, verdammen sie sich selbst – und die Welt – zu einem ständigen Konflikt.“

Ein gewaltiger Satz Fukuyamas, der die Würde jedes Menschen einfordert, um den Zerfall der Demokratien zu stoppen. Das Leben der Gattung in Würde: das wäre eine Utopie. Warum sagt niemand, dass Fukuyama ein utopistischer Denker ist?

Wer utopistische Forderungen stellt, ist zugleich ein Moralist. Wer die Würde des Menschen antastet, kann weder demokratisch noch moralisch sein. Moral ist die Verteidigung der Unantastbarkeit der Menschenwürde. (SPIEGEL.de)

In fast allen Ländern dieser Erde beginnt die Menschenwürde zu zerfallen. Vor allem in den einstigen Hochburgen der Demokratie im Westen. Wenn schon der Westen seine Werte im Stich lässt, verrät er, dass er sie für wertlos hält – denken jene nichtwestlichen Länder, die jahrhundertelang vom Westen zur Übernahme dieser Werte genötigt, gezwungen und erpresst worden sind: Dann können auch wir sie endgültig ad acta legen.

„Wer vor der Erosion der liberalen Demokratie warnen will, kann nicht nach dem Motto handeln: "Solange ein neues Auschwitz nicht in Sicht ist, haben wir den Prozess schon unter Kontrolle." Vielmehr muss man den Blick auf die Kumulation all dessen lenken, was Besorgnis erregt, auf Tabubrüche etwa oder die Deutungshoheit von Radikalen bei gesellschaftlichen Debatten. Die Beschäftigung mit der Frage, ob Juden einem neuen Antisemitismus ausgesetzt sind, reicht nicht aus. Denn die Erosion der Verbindlichkeit der Menschenrechte zeigt sich auch gegenüber anderen Minderheiten. Die Umfrageergebnisse beweisen, dass in der "Mitte der Gesellschaft" etwas zu rutschen begonnen hat. Als Israelis konnten wir über die Jahre eine ähnliche Dynamik beobachten. Die Ideologie der radikalen Siedler hat sich langsam, aber sicher in den hegemonialen Mainstream verwandelt. Derzeit droht die relevante Gefahr von rechts – egal ob in Polen, Frankreich, den USA, Israel oder Deutschland.“

Die Warnung vor der „rutschenden Mitte der Gesellschaft“ kommt aus ...

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